Vom Aktenordner zur KI – Recht, Staat und digitale Verwaltung mit Dennis Hillemann

Shownotes

In dieser Folge von „mensch.digital“ geht es um die juristische Perspektive auf KI in Staat und Verwaltung. Martin Schmiedel spricht mit Dennis Hillemann, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Technologie-Fan, über die Frage, wie der öffentliche Sektor mit der rasanten KI-Entwicklung Schritt halten kann – rechtlich, organisatorisch und kulturell.

Ausgehend von der Alltagsfrage „Dürfen wir ChatGPT in der Behörde nutzen?“ spannt das Gespräch den Bogen von EU AI Act und Datenschutz (DSGVO) über Haftungsfragen bis hin zu ganz praktischen Einsatzszenarien: Datenabgleich in der Finanzverwaltung, KI in Corona-Hilfsverfahren, Infrastruktursteuerung (z. B. Ampeln) und die Rolle von KI als Entscheidungsunterstützung statt Entscheidungsautomat.

Diskutiert werden außerdem: Wie das neue Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung als Signal zu bewerten ist Warum föderale Strukturen und Silos Digitalisierung und KI-Einsatz ausbremsen Wieso Demografie, Fachkräftemangel und Sparsamkeitspflicht den Staat faktisch zwingen, KI zu nutzen Weshalb Mindset und Mut in der Verwaltung oft das größere Problem sind als Paragrafen

Am Ende steht ein klares Plädoyer: KI als Werkzeug, das Mitarbeitende entlastet, statt sie zu ersetzen – und ein Appell, Verwaltung mehr als Gestaltung denn als reine Verwaltung zu verstehen.

Themen

  • Warum KI für Staat und Verwaltung „alternativlos“ ist
  • EU AI Act: risikobasierter Ansatz & Bedeutung für Behörden
  • ChatGPT & Co. in der Verwaltung
  • KI in der Praxis: Finanzverwaltung, Coronahilfen, Infrastruktursteuerung
  • Demografischer Wandel, Fachkräftemangel & Produktivitätsdruck im öffentlichen Sektor
  • Rechtliche Rahmenbedingungen

Credit Host/Produzent: Martin Schmiedel, GFKD AG Schnitt: GFKD AG

Quellen (Auswahl)

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